Dieses Wochenende repräsentierte den Verein lediglich die zweite Mannschaft des VfL, da die erste Mannschaft spielfrei hatte.

Die erste Halbzeit war größtenteils von sintflutartigem Unwetter geprägt, wodurch sich ein vernünftiges Fußballspiel nur schwer gestalten ließ. Nachdem unser VfL die ersten Minuten dominierte, mussten sie nach einem gut ausgespielten Spielzug mit 1:0 in Rückstand gehen. Die Jungs motivierten sich allerdings vorbildlich, sodass kurz darauf durch Steven Gierschner, unserer Nummer 10, der verdiente Ausgleich erzielt werden konnte. Dies war dann auch der Halbzeitstand.

Was nun in Halbzeit zwei passierte, können wenige Menschen nachvollziehen, die es nicht live miterlebten.

Zunächst schwammen unsere Jungs förmlich in der Defensive und wir konnten froh sein, dass in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff kein Gegentor fiel. Der Ball, der durch unsere Mittelfeldspieler in die gegnerische Hälfte gespielt wurde, konnte aber direkt versenkt werden. Patrick Feuerschütz von der linken Seite des Strafraums aus knallte das Spielgerät förmlich in den oberen rechten Winkel. 2:1, wir lagen vorn zu einem psychologisch wertvollem Zeitpunkt.

Die nächste Nennenswerte Szene war dann jene, was alle mitgereisten VfL Fans den Atem stocken ließ. Ein SeeBeer schoss aus ca. 16 m Torentfernung, den ca. 3 m vor ihm stehenden Aleks Bykov gegen den OBERSCHENKEL!!!!!! Der Schiri konnte gar nicht anders als auf den Punkt zu zeigen. Verblüffend in der Situation war, dass niemand wusste warum. Selbst die Spieler des FC SeeBeern schauten sich ratlos an. Eine typische Reaktion der gegnerischen Mannschaft, welches ein Handspiel im gegnerischen Strafraum mit sich zieht, blieb aus. Der Elfmeter wurde schließlich verwandelt. Moritz Deppe konnte seine Serie an gehaltenen Elfmetern leider nicht ausbauen.

Kurz nach dieser sehr fraglichen Situation, spielte die zweite Mannschaft des FC SeeBern einen Spielzug über die halb linke Seite auf die rechte Seite unseres Strafraums und der dort durchgelaufene Spieler schob den Ball zum 3:2 ein. Ob dieser Spieler im Abseits stand oder nicht ist fraglich, allerdings aufgrund fehlender Linienrichter für den Schiedsrichter auch schwer zu sehen.

Der VfL kämpfte und kämpfte noch weiter um jeden Ball, konnte sich für die gezeigte Leistung allerdings nicht mehr belohnen.

Den aussenstehenden neutralen Zuschauern war allerdings klar, dass dies keine gerechte Niederlage war. Neben einigen Ungenauigkeiten im Spielaufbau, sowie teilweise fehlender Härte in den Zweikämpfen, war unser VfL mindestens auf Augenhöhe, womit eine Punkteteilung mehr als gerechtfertigt gewesen wären.

Sei es drum. So ist der Fußball nunmal. Nach der dritten Pflichtspielvorstellung und dem ersten Punktspiel kann mit der zweiten Mannschaft des VfL in der kommenden Saison auf jeden Fall gerechnet werden.

Nächste Woche reisen unsere Jungs der Zweiten nach Werxhausen zur Fortuna. Die erste fährt noch ein paar Kilometer weiter nach Ebergötzen.